“Systemisches” bezieht sich auf bestimmte Denk- und Herangehensweisen. Diese beruhen auf grundlegenden Prinzipien, die in verschiedenen "systemischen Ansätzen" gemeinsam auftreten.

Ein zentrales Konzept in diesem Zusammenhang ist die Rolle des Beobachters. Systemisches Denken erkennt an, dass wir alle Beobachter unserer Welt und der Interaktionen mit anderen sind. Es ermutigt dazu, unsere Wahrnehmungen und Gedanken in Frage zu stellen und sie nicht als absolut und unveränderlich anzusehen, sondern vielmehr als kontingent, also als etwas, das sich auch anders gestalten könnte.

Ein weiteres wesentliches Element systemischer Ansätze ist die Betrachtung von Unterschieden. Das bedeutet, sich bewusst zu machen, was das Eine vom Anderen unterscheidet, was innen und was außen ist, worauf wir unseren Fokus legen und worauf nicht. Diese Unterschiede werden nicht nur erkannt, sondern auch genutzt, um die Systeme besser zu verstehen.

Systemisches Denken legt auch Wert auf die Betrachtung von Interaktionen, Kommunikation und Beziehungen zwischen den Elementen eines Systems. Es verlagert den Fokus von isolierten Einheiten oder Individuen hin zu den Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen ihnen. In diesem Kontext wird oft betont, dass das, was zwischen den Elementen passiert, das Wesen sozialer Systeme, beispielsweise einer Organisation, oder anderer Systeme ausmacht.

Eine weitere systemische Denkfigur besteht darin, nach der Funktion oder dem Nutzen zu fragen, den verschiedene Elemente oder Aktivitäten in einem System haben. Man geht davon aus, dass Dinge aus einem bestimmten Grund geschehen, und man stellt sich die Frage, warum dies so ist. Diese Denkweise sucht nach funktionalen Äquivalenten, die denselben Nutzen für ein soziales System - häufig die Organisation - erbringen, aber effizienter oder effektiver sind.

Schließlich beinhaltet systemisches Denken auch das Betrachten des Kontexts. Es ermutigt dazu, den Blick auf die nächstgrößere Einheit zu richten und zu verstehen, wie das betrachtete Phänomen in seine umgebende Situation oder in einen größeren Kontext eingebettet ist. Dies hilft dabei, die Bedingungen und Ursachen für bestimmte Probleme oder Herausforderungen zu erkennen und Lösungen zu finden.

(Zusammenfassung - angelehnt an die Thesen von C. Grubendorfer)

Mit diesem Blick auf das Systemische betrachte ich in meinen Coaching- und Beratungsangeboten meine Klienten und ihre Probleme immer im Zusammenhang mit ihren Beziehungen und ihren Kontexten. Es geht mir - was bisweilen ein wenig kontraintuitiv erscheinen mag - nicht ausschließlich und vollkommen isoliert allein um die konkrete Person. Eine meiner Klientinnen brachte das gut auf den Punkt, als sie sagte:

"Der Unterschied - und das was mich überzeugt hat an deinem Angebot besteht darin, dass du einen anderen Blick einnimmst als andere Coaches: Es ist der Blick, den du auf das Gesamtsystem richtest, auf das Gesamtkonstrukt, in dem ich bin. Es geht um mich in dem mich umgebenden Kontext, in dem ich bin. Der Blick richtet sich eben nicht nur auf mich."

Und doch ist diese Betrachtung auch immer gekoppelt an die Verfasstheit meiner Klienten. Hier nutze ich deren Zustände als Kooperationsangebote und betrachte dabei stets den Gesamtzusammenhang, den größeren Fokus, um neue Möglichkeiten und Lösungen für Veränderung zu eröffnen.

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